So gelingt Ihr Strandurlaub ohne Gefahren

Damit die ganze Familie einen sicheren Strandurlaub an der Ostsee verbringen kann, müssen Eltern Gefahren beachten, um Unfälle zu vermeiden. Die wichtigsten Gefahrenquellen sind hierbei UV-Strahlung, Unfälle bei Spielen durch Sand sowie Verlorengehen. Durch folgende Tipps können Eltern diesen Gefahren ausweichen.

Sicherheitstipps für Strandurlaub mit Kindern:

  • Sie sollten bewachte Badestrände aufsuchen. Hier sind Rettungsschwimmer vor Ort.
  • Behalten Sie Kinder beim Sandspielen am Strand, am Ufer und im Badewasser stets im Auge.
  • Eltern sollten auch regelmäßig nach ihren älteren Kindern sehen.
  • Beugen Sie Sonnenbrand und Sonnenstich mit Sonnencreme, Hut und Strandmuschel vor.
  • Sie sollten den Buddelbereich der Kinder großräumig nach Fremdkörpern kontrollieren.
  • Lassen Sie Kinder besser keine Löcher, Tunnel und Gänge im Sand graben. Sie könnten verschüttet werden.
  • Bitte schütten Sie Löcher beim Verlassen des Strandes wieder zu. Diese könnten für Strandspaziergänger sonst zur Stolperfalle werden.
  • Melden Sie Ihr Kind frühzeitig zum Schwimmkurs an.
  • Lassen Sie die Kinder nicht allein und nicht zu weit rausschwimmen.
  • Vermeiden Sie Auskühlung im Badewasser.
  • Das Betreten der Buhnen ist verboten und gefährlich.
  • Zeigen Sie den Kindern die Bezeichnung ihres Strandabschnittes, so können sie sich nicht verlaufen.
  • Lassen Sie Ihre Kinder nicht in die Dünen. Der Zutritt ist verboten.
  • Verlassen Sie bei Sturm oder Gewitter das Wasser.
  • Lassen Sie Ihre Kinder nicht mit vollem Magen in das Wasser.

Achten Sie auf die Beflaggung der Strände

Die DLRG hat im Jahre 2003 Kennzeichen zur Sicherung von Badestellen eingeführt.

  • Rot-gelbe Flagge: durch Rettungsschwimmer gesichertes Badegebiet. Rot und Gelb sind die Farben, die Urlaubsgästen wichtige Hinweise geben. Eine rot-gelbe Flagge am Mast einer Wachstation zeigt ein von Rettungsschwimmern gesichertes Badegebiet an.
  • Rot-gelbe Flagge + gelbe Flagge: eingeschränktes Badeverbot. Das heißt, aufgrund ungeeigneter Wasser- und Wetterbedingungen dürfen ungeübte Schwimmer, Kinder und ältere Personen nicht in die Ostsee.
  • Einzelne rote Flagge: generelles Badeverbot. Ein generelles Badeverbot gilt, wenn eine einzelne rote Flagge weht. Hier sind Badende wegen Strömungen, zu hohem Wellengang oder Wasserverschmutzung gefährdet.
  • Schwarz-weiße Flagge: Abgrenzum zum Wassersportbereich. Im abgesteckten Strandabschnitt werden bspw. Wassersportgeräte ins Wasser gebracht. Baden und Schwimmen ist an diesem Strandabschnitt zwischen den Flaggen nicht erlaubt.

Feuerquallen in der Ostsee

In der Regel sind die in der Ostsee vorkommenden Quallen für den Menschen ungefährlich. Vermeiden sollten Sie lediglich die Berührung mit einer Feuerqualle. Diese ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann jedoch starke Schmerzen verursachen. Sollten Sie eine Feuerqualle also in der Ostsee entdecken, machen Sie einen großen Bogen um sie. Die Tentakeln der Feuerqualle sind so gut wie unsichtbar und können bis zu einigen Metern lang sein. Bei Berührung mit den Tentakeln setzt die Feuerqualle ihr hautreizendes Nesselgift frei. Die betroffene Körperregion wird medizinisch wie eine Verbrennung versorgt.

Achtung:

Auch an den Strand gespülte Feuerquallen, die nicht mehr leben, haben noch aktive Nesselzellen und können zu "Verbrennungen" führen.

Erste Hilfe:

  • Verlassen Sie und Ihre Kinder sofort das Wasser
  • Anhaftende Fäden der Feuerqualle mit Salzwasser (nicht mit Süßwasser!) leicht anfeuchten und mit feinem Strandsand bestreuen. Zur Fixierung der Nesselkappseln lassen Sie die Stelle leicht antrocknen Dann mit einem stumpfen Gegenstand (z. B. Kreditkarte) vorsichtig abschaben
  • Bei Bedarf sollte die Stelle gekühlt werden